264
einen beſſeren Lord Caſtlewood gegeben, als ein fauler Trunkenbold, wie ich bin,“ ſetzte er hinzu, mit der Hand über die Augen hinfahrend, und ſeinen Vetter mit überaus freundlichen, liebevollen Blicken muſternd.
„Ziehen wir den Rock aus, und üben wir uns noch eine halbe Stunde, ehe es vollends Nacht wird!“ ſagt Harry, nachdem er dankbar die männliche Hand ſeines Beſchützers erfaßt.
„Du biſt zwar bloß ein kleines Bürſchchen,“ ſagt my Lord gutlannig; „aber ich glaube, meiner Treu! daß Du dem Kerl gewachſen wäreſt. — Rein, mein Junge,“ fuhr er dann fort, „ich mag Nichts von Deinen Finten und Feinheiten im Morden wiſſen: ich weiß meinen Degen auch ziemlich gut zu handhaben, und bin gewillt, meinen Streit auf meine Weiſe auszufechten.“
„Aber ich werde dabei ſein, damit Alles mit ehr⸗ lichen Dingen zugeht,“ ruft Harry.
„Ja Gott ſchenke Dir ſeinen Segen, — Du ſollſt dabei ſein.“
„Und wann ſoll es denn ſein. Sir?“ ſpricht Harry, denn er ſah, daß die Sache von my Lord im Geheimen und ſchon früher arrangirt worden war.
„Das Arrangement iſt folgendes: ich habe an Jack Weſtbury einen Kurier abgeſchickt, um ihm zu ſagen, daß ich ihn alsbald und aus dringenden Grün⸗ den ſprechen müſſe. Er weiß, warnm, und wird in einem Angenblicke hier ſein und einen Theil dieſer Flaſche Sect trinken.
„Dann gehen wir nach dem Theater in Duke Street, wo wir Mohun treffen werden; — und dann gehen wir Alle in die „Roſe“ oder in den „Wind⸗ hund“, um da zu ſoupiren.
„Dann verlangen wir Karten, — und dann wird wahrſcheinlich ein Streit über dem Spiele ausbrechen, — und dann ſoll, — Gott ſteh uns bei! — entweder


