Teil eines Werkes 
[1] (1853)
Entstehung
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Und auf unſern Spaziergängen war es für ihn der höchſte Genuß, Harry zu erzählen von den großen Männern ſeines Ordens, von deſſen Märtyrern und Herven, von deſſen Brüdern, welche die Heiden zu Tau⸗ ſenden bekehrten, die Wüſte durchſchritten, dem Marter⸗ pfahl mit ruhigem Ange entgegenſähen, Höfe und Räthe beherrſchten, oder den Martern der Könige trotzten; ſo daß Harry Esmond auf den Glauben kam, daß dem Orden der Jeſuiten anzugehören, der höchſte Preis des Lebens und der würdigſte Endzweck des Ehrgeizes, — die größte Laufbahn hiernieden und der ſicherſte und

länzendſte Lohn im Himmel ſei; und daß er anfing, ich nach dem Tage zu ſehnen, wo er nicht allein in die allein ſeligmachende Kirche eintreten und in derſel⸗ ben zum erſten Male zur Communion gehen, ſondern auch in jene wunderbare Brüderſchaft aufgenommen werden würde, die, über die ganze Welt verbreitet und allge⸗ genwärtig, die weiſeſten, die muthigſten, die höchſtgebo⸗ renen, die beredteſten Menſchen zu ihren Gliedern zählte. Pater Holt befahl ihm, dieſe ſeine Abſichten ge⸗

heim zu halten und dieſelben als einen großen Schatz

zu verbergen, der, wenn enthüllt, ihm entgehen würde. Und ſtolz auf dieſes Zutrauen und dieſes ihm anver⸗ traute Geheimniß, ſchloß ſich der Junge in zärtlicher Anhänglichkeit an den Lehrer an, der ihn in ſo wun⸗ derbare und Ehrfurcht gebietende Myſterien einführte. Und als der kleine Tom Tuſher, ſein Nachbar, in den Ferien nach Caſtlewvod kam, und ſagte, wie auch er ein engliſcher Prieſter werden wollte, und wie er Stipendiat und Collegiat werden würde, um am Ende eine gute Pfründe zu bekommen, da ward Harry Esmond's Verſchwiegenheit auf eine gar harte Probe geſetzt. Wie fühlte er ſich da nicht verſucht, zu ſeinem jungen Kameraden zu ſagen: „Kirche! Prieſterſtand! fette Pfründe! Aber, mein lieber Tommy, wie magſt Du nur von einer Kirche und einem Prieſterſtande in