Teil eines Werkes 
[1] (1853)
Entstehung
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gehorchen, und ich flehe zu Gott, daß er Dich ſo gelehrt werden laſſe, wie Dein Hofmeiſter iſt.“

Die Lady ſchien für Mr. Holt die größte Ehrer⸗ bietung zu hegen und ihn mehr als alles Andere auf der Welt zu fürchten. Mochte ſie auch noch ſo zornig ſein, — ein Wort, ja nur ein Blick von Pater Holt hatte die Wirkung, daß ſie alsbald, ruhig wurde. Und in der That beſaß der Pater eine ungehenre Gewalt, wenn es galt, ſich Jemand unterwürfig zu machen: Alle, die ihm nahe kamen, erfuhren dieſe Macht; und unter den Uebrigen überlieferte ſich dem guten Pater ſein neuer Zögling mit dem unbegrenzteſten Zutrauen und der unbedingteſten Anhänglichkeit; ja, es wurde derſelbe

faſt von dem erſten Augenblicke an, wo er den Pater ſah, deſſen williger Sclave.

Er legte ſeine kleine Hand in die des Paters, als er, nachdem ſeine erſte Vorſtellung bei ſeiner Gebieterin vorüber war, wieder abtrat, und fragte denſelben in ſeiner ungekünſtelten kindiſchen Weiſe gar mancherlei. So fragte er z. B.: „Wer iſt denn die andere Frau? Sie iſt kugelrund und weit hübſcher, als my Lady Caſtlewood.“

„Es iſt Madame Tuſher, die Frau des Pfarrers von Caſtlewvod. Sie hat einen Sohn von Deinem Alterz es iſt aber derſelbe größer, als Du.“

„Warum küßt ſie denn aber my Lady's Hand ſo gern? Es iſt ja dieſelbe nicht ſo angenehm zu küſſen.“

„Die Geſchmäcke ſind verſchieden, kleiner Mann. Madame Tuſher hat eben my Lady gern, da ſie, ehe ſie ſich verheirathete, zu den Zeiten des alten Lords ihre Kammerfran geweſen iſt. Sie hat den Caplan, Doctor Tuſher, geheirathet. Engliſche Hausgeiſtliche heirathen gar oft, mußt Du wiſſen, die Kammerfrauen ihrer Herrſchaften.“

„Sie werden aber doch nicht die Franzöſin hei⸗