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Wenn Onkel George ſo ſprach, pflegte Bon Papa von ſeinem Webſtuhl aufzublicken, wo er prächtige ſei⸗ dene Blumen ſtickte, und zu ſagen: „Engel! ſie gehört dem babyloniſchen, mit Scharlachen bekleideten Weib.“ Bon Papa ſprach immer und ewig von dem mit Schar⸗ lach bekleideten Weibe. Er hatte ein kleines Zimmer, wo er ſtets zu predigen und aus ſeiner großen alten Naſe geiſtliche Lieder zu ſingen pflegte. Der kleine Harry liebte das Predigen nicht gar ſehr; unendlich lieber waren ihm die ſchönen Geſchichten, welche Tante ihm zu erzählen pflegte. Bon Papa's Frau erzählte ihm nie hübſche Geſchichten; ſie bekam mit Onkel George Streit, und es ging dieſer darauf fort. E
Hierauf ſchlugen Harry's Bon Papa⸗ und deſſen Frau, und die zwei Kinder, die Letztere mitgebracht hatte, ihren Wohnſitz zu Ealing auf. Die neue Frau gab ihren Kindern von Allem das Beſte, Harry aber Prügel die ſchwere Menge: warum, wußte er nicht. Außer den Schlägen bekam er aber auch von ihr Schimpf⸗ namen, die hier nicht verzeichnet zu werden brauchen, um des alten Monſieur Paſtvureau willen, der biswei⸗ len immer noch freundlich war.
Das Unglück dieſer Tage iſt ſchon längſt vergeben, obgleich dieſelben einen düſteren Schatten über die Ju⸗ gend des Kindes warfen, der es wohl bis ans Ende ſeiner Tage begleiten wird; und es lernt wenigſtens derjenige, der als Kind gelitten hat, und in dieſer frühen Schule des Unglücks nicht ganz und gar ver⸗ dorben iſt, gegenüber von kleinen Kindern ſanft und langmüthig zu ſein.
Es läßt ſich die Freude Harry's wohl denken, als ein ſchwarz gekleideter Herr, gefolgt von einem gleich⸗ falls berittenen Diener, nach Ealing geritten kam, um ihn abzuholen. Die noverca, oder ungerechte Stief⸗ mutter, die ihn vernachläſſigt und ihn beſtändig ihren zwei eigenen Kindern hintangeſetzt hatte, gab ihm am


