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harrlich bis in die Mitte ihres Winters hinein, malte Roſen auf ihre Wangen noch lange nach der Zeit, wo Roſen zu kommen pflegen, und putzte und kleidete ſich, wie der Sommer, obgleich ihr Kopf mit Schnee bedeckt war.
Herren, die am Hofe König Karl's und König Jakob's waren, haben Schreiber dieſes über dieſe ſelt⸗ ſame alte Dame eine Anzahl von Geſchichten erzählt, womit die Nachwelt nicht zu unterhalten werden braucht. Es heißt, ſie habe eine ſeltene Virtuoſität im Schmähen beſeſſen; und wenn ſie mit allen den Frauen ſich in einen Streit einließ, die ſich der Gunſt König Jakob's erfreuten, ſo iſt es gewiß, daß ſie zu jeder Zeit eine ungeheure Anzahl von Streitigkeiten im Vorrath gehabt haben muß. Sie war ein Frauenzimmer von uner⸗ ſchrockenem Geiſte, und wie es ſcheint, ſo verfolgte und ermüdete ſie Seine Majeſtät nicht wenig mit ihren Rechten und ihren Klagen. Einige ſagen, ſie habe deßwegen den Hof verlaſſen, weil ſie auf Frank Es⸗ mond's Frau unendlich eiferſüchtig geweſen ſei; Andere dagegen meinen, ſie habe ſich u den Rückzug begeben müſſen nach einer gewaltigen Schlacht, die zu White⸗ hall zwiſchen Ihrer Ladyſchaft und Lady Dorcheſter, Tom Killigrew's Tochter, welcher der König unendlich viele Ehre erwieſen, Statt gefunden und in welcher dieſe häßliche Eſther über unſere ältliche Vaſthi den Sieg davon getragen habe. Ihre Ladyſchaft aber be⸗ hauptete ihrerſeits ſtets, daß es der Streit ihres Gemahls und nicht der ihrige geweſen ſei, der die Verbannung Beider auf das Land und die grauſame Undankbarkeit des Souverains verurſacht habe, der das Amt eines Oberaufſehers der K. Speiſekammern und eines K. Molkenjunkers, das die zwei letzten Lords Caſtlewvod ſo ehrenvoll bekleidet, der Familie entzogen und nun einem Kerl von geſtern, einem Schmeichler


