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zu, daß ein ſolches Schauſpiel ſehr intereſſant iſt, aber es verlangt zu große Opfer.“
„Nicht im Mindeſten. In der That habe ich mich zu einem Umſturz entſchloſſen der noch dieſes Fruͤhjahr erfolgen ſoll, denn ich glaube wirklich, daß ein ſolcher viel dazu bei⸗ tragen wuͤrde, Frankreich in der Achtung des Auslandes wieder emporzubringen. Fruͤher oder ſpaͤter muß ein ſolcher Umſturz doch eintreten. Ludwig Philipp iſt alt, und der Unterſchied kann fuͤr ihn nicht ſehr groß ſein. Ueberdies habe ich den Guizot herzlich ſatt. Er giebt ſich als Hiſtotiker ein Air, welches ganz unertraͤglich iſt, und Frankreich kann ſich dies durchaus nkcht laͤnger gefallen laſſen. Der einzige Zwei⸗ fel, den ich hege, iſt, ob wir ein neues Miniſterium oder einen vollſtaͤndigen Wechſel der Dynaſtie haben muͤſſen.“
„Nun, Sie muͤſſen das am Beſten verſtehen. Was mich betrifft und da ich an der Sache kein weiteres Intereſſe habe, als Neugier, ſo wuͤrde ich mich durch einen bloßen R⸗ niſterwechſel zufrieden ſtellen laſſen.“
„Ja, aber es giebt noch andere Ruͤckſichten zu es läͤßt ſich ſowohl fur als dagegen viel ſagen. Organiſche
Veraͤnderungen ſind allerdings ſehr gefäͤhrlich, aber gleich⸗ zeitig moͤſſen wir doch auch unſere volle und legitime Frei⸗ heit durchſetzen. Was wuͤrden Sie in dieſem Falle thun?“
Mir fiel ſogleich Victor Hugo's einfache und roman⸗ tiſche Methode ein, zwiſchen widerſtreitenden Meinungen zu entſcheiden, wovon er in ſeinem ſchaͤtzbaren Drama Lucretin Borgia ein Beiſpiel gegeben.
Die Engländer in den Tuillerien, 2


