„Was fehlt wohl dem gnäd'gen Herrn!“ rief des Hofes erſte Groͤße, „Iſt ihm etwas nicht bekommen — die Lampreten oder Kloͤße ?“ „Pah, das iſt's nicht, was ich fuhle,“ rief darauf der Ko⸗ nig boͤſe. 3
„s iſt das Herz und nicht die Speiſen, Nero, was meine Ruhe ſtoͤrt. Sorgen ſind es, was das Leben einem Mann wie mir erſchwert, Ich bin muͤde!“ und ſie riefen: „bringt des Koͤnigs Lehn⸗ ſtuhl, hoͤrt!“
Mit dem Lehnſtuhl, den der Koͤnig ſtets auf allen Rei⸗ ſen fuͤhrt, Kommen zwei Lakaien eilig und behend herbeimarſchiert. Matt ließ er darauf ſich nieder, er war ſehr bequem wattiert.
„Meine Helden fochten tapfer!“ rief er, „wie der Feinde keine. Ich hab' überall geſieget, welcher Ruhm iſt wie der meine!“ und des Hofes Leute ſchrieen: „Welcher Ruhm iſt wie der Deine!“
„Doch was nutzen meine Reiche, muͤde bin ich nun und alt, Meine jungen ruͤſt'gen Soͤhne wuͤnſchen mich jetzt todt und kalt. Waͤr' ich's doch und ſchon begraben, und das noch dazu recht bald!
O die Reue, dieſe Schlange, die an meinem Herzen nagt,


