Teil eines Werkes 
1. Band (1851) Rebecka und Rowena
Entstehung
Einzelbild herunterladen

len vom Hauſe entfernt war, und dann war Wilfried Jvanhoe zu matt und katzenjaͤmmerlich, um zu lachen, ſondern jagte ſchweigend dahin und ſtreckte muͤrriſch die Hirſche und wilden Eber mit ſeinen Pfeilen und Wurfſpießen nieder.

Dann bat er Robin von Huntingdon, den fru⸗ hern luſtigen Geaͤchteten, zu ihm zu ſtoßen und ihren blonden König Richard mit ein paar Mandeln Lanzen zu unterſtuͤtzen. Aber der Graf von Huntingdon war von ganz anderer Perſon als Robin Hood der Waͤldler. Es gab in der ganzen Grafſchaft keinen gewiſſenhafteren Richter als Se. Herrlichkeit, man wußte kein Beiſpiel, daß er die Kirche oder die Frie⸗ densrichter-Sitzungen verſaͤumt haͤtte, er war der ſtrengſte Beſchuͤtzer des Wildes in der ganzen Graf⸗ ſchaft und ſchickte die Wilddiebe ſchockweiſe nach Bo⸗ tany Bai.

„Ein Mann, der ein Intereſſe im Lande hat, mein guter Sir Wilfried,“ ſagte Lord Huntingdon mit Goͤnnermiene (Se. Lordſchaft war, ſeit ihn der Koͤnig begnadigt hatte, ungeheuer fett geworden und bedurfte eines Pferds von der Staͤrke eines Elephan⸗ ten), „ein Mann, der ein Intereſſe im Lande hat, muß auch im Lande bleiben. Das Eigenthum hat ſeine Pflichten ſo gut wie ſeine Vorrechte, und eine Perſon von meinem Range muß auf dem Lande leben, von welchem er ſeinen Lebensunterhalt erhaͤlt.“ „Amen!“ ſtoͤhnte derpchwürdige Tuck, der