Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1826)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

rief dem Ritter, welchem Gott ſo ſichtbar bei

2⁴9

der ſchuldbetadene Bodo todt en⸗ nieder. Herrmann ſtand, vom Feuer des Vlitzes S geblendet, und vom Krachen des erderſchüttern⸗ den Donners betaͤubt, auf dem Kampfplatze. Als er ſich aber wieder erholte, und ſeinen Feind getödtet vor ſich liegen ſah, war er hochſt er⸗ freut, und blickte dankbar auf zu Gott, der ihm einen ſo herrlichen Sieg verliehen hatte.

Auch die Richter und alle Anweſenden waren ſehr betaubt von dem fürchterlichen Domnerſchlage, der dem Blitze in demſelben Moment gefolgt war, und es waͤhrete lange 3 ehe ſie ſich davon erholen konnten.

„Gott hat ſelbſt gier Des Klägers Klage war gerecht!“ rief nun der Gaugraf laut, und entblöſte mit den Richtern das Haupt. — „Ihm ſey Lob und Preis!“ fiel ihm der Prior bei.

Der Lößner ſchlug wieder an den Schild, und die Trompeter blieſen den Kampf auf.

Hugo und Ruprecht vrangen nun in die Schranken, und umarmten ihren unverletzt ge⸗ bliebenen Freund. Das Volk aber jauchzte, und