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der in den Verließen der Burg ſchmachten möch⸗ ten, und Kunz fuͤhrte ihn mit mehreren Rittern im Burgverließ an eine Stelle, wo man einen halbvermoderten weiblichen Leichnam entdeckte. Von einem andern ſah man nur noch das Gerippe in Ketten haängend. Der Knappe geſtand, daß dieſes ebenfalls Schlachtopfer der Wolluſt der bei⸗ den Bruder von Ursach geweſen wären, wel⸗ cher man überdruͤßig geworden ſey, und er ent⸗ ſchuldigte ſich damit, daß er das traurige Schick⸗ ſal dieſer Unglücklichen ſtets nach Kräften gelin⸗ dert habe, daß aber die fuͤrchterlichſte Todesart als das Loos eines jeden gefallen ſehn wuͤrde, der ſich geweigert haͤtte, die Befehle der Ritter zu vollziehen, da beſonders Bodo ein Wutherich geweſen ſey.
Dieſen verabſcheuungswuͤrdigen Lſenicht z fentlich vor dem kaiſerlichen Gaugericht zu ver⸗ klagen, war der einſtimmige Schluß aller an⸗ weſenden Ritter, und Herrmann machte ſich anheiſchig, als Kläger gegen Bodo aufzutreten.
Am andern Morgen fand man den alten Kunz durch einen Dolchſtich ermordet, und ein gefangen geweſener Knecht, welcher, wie alle ſeine Waffen⸗ geſellen, die Freiheit wieder erhalten hatte, und


