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denn es hat der Gram und die dunkle Kerkerluft
meine Lebenskräfte aufgezehrt. Bald habe ich ůberwunden. — Habe Dank, lieber F Deine Pflege.“ —
„Noch iſt nicht alle Hoffnung verloren, Euet Leben zu erhalten — troſtete Herrmann die Sterbende — Ihr ſeydi in guten Haͤnden!“
„Meine Stunde hat geſchlagen — erwiederte das Fräulein mit ſichtbarer Anſtrengung — dar⸗ um höret mit wenig Worten die Geſchichte meiner Leiden. Ich lebte als die einzige Tochter auf der Burg meines Vaters, des Ritters von Adler⸗ horſt. Bodo von Ursach ſah mich einſi, und entbrannte in nureiner Liebe. Das Geruͤcht ſprach nur Böſes von ihm und ſeinem Bruder. Sch konnte ihn nicht lieben, und bat meinen Va⸗ ter um Schutz gegen den Zudringlichen. Er gab meine Abneigung dem Ritter zu erkennen, und dieſer wüthete im Innern, während er, ſich außer⸗ lich verſtellend, lächelnd davon ritt.“
„Wir lebten ſorglos; denn mein Vater hatte, im hohen Alter Ruhe zu haben, mit allen Burgnachbarn Friede. Da wurden wir einſt in
der Nacht durch den Nothruf des Lärmhorus von der Burgwarte aus dem Schlafe geweckt. —


