der Roſſe Hufen geendet. Gefangen war keiner, der nicht ſchwer verwundet war, da ein jeder ſo lange kämpfte, als er das Schwerd zu heben vermochte. Selbſt alte, erfahrne Krieger ſchau⸗ derten uͤber die Wuth, mit welcher man ſich ge⸗ ſchlagen hatte.
Ein Eilbote brachte dem alten Grafen Dedo die freudige Nachricht von der gewonuenen S chlacht. Er ward ſogleich wieder zurückgeſendet, und eine lange Reihe Wagen, mit Speiſen und Wein be⸗ laden „oder zum Fortſchaffen der Verwundeten⸗
folgte ihm nach dem Schlachtfelde. Die Sieger
erquickten ſich nun nach der langen und ſchweren Blutarbeit wieder, und auch den Verwundeten reichte man ihr Theil. i
Da erſchien eine webich Geſtalt, in Trauet⸗ kleidern, „auf einem Wagen, „von zwei Knechten begleitet. Sie forſchte nach dem Anführer des Heeres, und man brachte ſie zu dem Grafen Hugv. Es war die Wittwe des getödteten Rit⸗ ters Georg von Aspenthal.
„Edler Herr! — ſprach die Wittwe 66 trůbt — Ihr ſeyd zu bieder, als daß Ihr meine Bitte nicht gewähren ſolltet. Gebt mir den Leichnam meines Georgs verſoͤhnt und im Frie⸗


