Noch an dieſem Tage entbot der Graf ſeine Vaſallen zur Heeresfolge in der Fehde gegen den Ritter Bodo von Ursach und ſeine Verbuͤn⸗ deten. Von allen Seiten ſah man ſie mit ihren Reiſigen nach der Burg Schwarzenſtein heran⸗
ziehen; denn der edle, biedere Graf Dedo war nebſt ſeinem Hauſe eben ſo von allen rechtlichen Rittern des Gaues geliebt, als Bodo und ſeine Spießgeſellen verachtet und gehaßt. Als nun die gewöhnlichen drei Tage verfloſſen waren, welche die Gewohnheit jener Zeiten als Vorbereitung zur Fehde beſtimmte, laͤuteten am letzten Abend die Glocken des nahen Kloſters den Gottesfrieden aus. Kaum röthete dann am andern Morgen Aurora den heitern Himmel, als alle Ritter des Heeres, gerüſtet und bereit zum Kampfe, im Hofe der Burg erſchienen. Im Ge⸗ mache des alten Grafen Dedo verabredeten die Führer des Heeres den Schlachtplan, und lei⸗ ſteten die Pflicht durch ihren Handſchlag. Hugo, Herrmann und Rupprecht umarmten ſich, und ſchwuren einander treue Waffenbrüderſchaft. So gingen ſie alle zur Burgkapelle, wohin ſich


