Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1826)
Entstehung
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72 beſonnenen Tapferkeit verdankten wir die Er⸗ oberung der ſtarken Feſte auf der Kuhweide. Heil und Ehre ihnen und ihren wackern Vätern!

Trompeten und Pauken fielen ein, als der allgemein hochgeachtete junge Fürſt den Pokal leerte, und alle anweſenden Fuͤrſten und folgten ſeinem Beiſpiele.

Herrmann ergriff den Pokal, den ihm jetzt ein Diener reichte, erhob ſich dann von ſeinem Sitze, und rief:

„Mein Leben und alle meine ſftgebött dem Kaiſer, dem Vaterlande und der Ehre der Ritter⸗ ſchaft!“ *

„ Der Kaiſer und die Kaiſerin gaben ihm durch huldvolle Blicke ihre gnädige Geſinnung zu erkennen, und dem alten Vater Diether eut⸗

rann eine Freudenthräne in den Becher, als er auf das Wohl des Kaiſers trank.

Ida ſaß wie auf Kohlen; denn ſie wähnte das Geheimniß ihres Herzens verrathen, und eine brennende Röthe uͤberzog ihr holdes Geſicht, auch wagte ſie es nicht, das ſeelenvolle Auge auf⸗ zuheben zu dem heimlich Geliebten; der alte Va⸗ ter Konrad blickte lächelnd nach der geliebten Tochtex. Exr ahnete, was in ihrem Herzen vor⸗