Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1826)
Entstehung
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Und es begann nun dieſes Ritterfeſt mit dem ganzen Aufwande von Pracht, welche im Mit⸗ telalter dergleichen Feſte auszeichnete, am Mon⸗ tage nach Michaelis im Jahre 1289.

Schon einige Tage vorher ſah man zu allen Thoren fremde Ritter im koſtlichſten Schmucke einziehen, und von denen, welche ihre Burgen in der Naͤhe hatten, folgte manche ſittige Ritterfrau oder Tochter auf ihrem Zelter, verſchleiert, dem Eheherrn oder dem Vater, aus der einſamen Burg in die menſchenreiche Stadt. Und ſo war denn am Sonnabend nach Michaelis alles bereitet, auch das Wappenſchild eines jeden Ritters, welcher Theil nehmen wollte am Kampfſpiel, in den⸗ Schranken aufgehangen.

Am Morgen des Feſtes berief ein ſiurker 3ug kaiſerlicher Trompeter, mit einem Heerpauker an der Spitze, die Ritter nach der Stechbahn.

Auf einem amphitheatraliſchen Prachtgeruͤſte, welches vor dem Rathhauſe erbauet worden war, hatten außer dem Kaiſer und der Kaiſerin auch noch die ſämmtlichen Fuͤrſten, Prälaten, 6 rafen und Herren des Reichstages Platz ge⸗

ommen; und die Kaiſerin umgaben beſonders eine 3 Anzahl adlicher Jungfrauen aus den vornehmſten