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einem ſolchen Ritterſpiele erkämpft, welches mein
nun in Gott ruhender Vater gab. — Die gute
Stadt Erfurt verdient es wohl, daß ich ihrem Ritterfeſte dieſes mir ſo werthe Kleinod ſpende. „Als wir vor Euch traten, gnädigſter Herr Kaiſer! — endete nun Heinrich von Ziegler tief⸗ gerührt die Andienz — hofften wir zwar die Er⸗ füllung unſerer demuͤthigen Bitte von Eurer Gnade; daß Ihr dieſelbe aber ſo huldvoll gewäh⸗ ren, und uns ein ſolches kaiſerliches Ehrengeſchenk zu dieſem Feſie verſichern wuͤrdet, übertrifft jeden unſerer Wuͤnſche. Deshalb danken wir Euch im Namen Gemeiner Stadt mit von Ehrfurcht und Liebe erfuͤllten Herzen, und auch Euch, Erlauch⸗ ter Herr Landgraf, und werden die Buͤrger dieſer Stadt, Euch als dem oberſten Herrn des deutſchen Vaterlandes ſowohl, als Euch dem Landesfünſten, ſtets mit unverbrüchlicher Treue und ſn zugethan verbleiben.“ Es wurde nun der weite Fiſchmurtt vo dem Rathhauſe ſtracklichſt zu einer treffcheu Rennbahn zugerichtet, und der große Saal des Rathhauſes auf das herrlichſte geziert. Auf allen Straßen ſah man Herolde ziehen, welche die Thů⸗ ringiſche Ritterſchaft zum Turnier beriefen.


