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Der Oberſte Rathsmeiſter verbeugte ſich ehrfurchtsvoll, und entfernte ſich. Bald eilten nun Boten uͤber Boten ab, ſo daß in wenig Mi⸗ nuten ſchon das majeſtaͤtiſche Gelaute des Doms mit ſeinen Tonen die Luft erfullte. Im feierlichen Zuge begab ſich nun der Kaiſer mit den ſämmt⸗ lichen Reichsſtänden nach dieſer alten Cathe⸗ drale, und es gewährte eine wahre Erhebung des Herzens, als ſich der Monarch in der Mitte der ſämmtlichen Stände des Reichs am Hoch⸗ altare auf die Knie niederwarf, die in ſilbernen Särgen ruhenden Gebeine der heiligen Biſchöfe Adolar und Eoban durch die Rathsherren mit tiefer Ehrerbietung herbei getragen wurden, und nun der Kaiſer mit den Fuͤrſten, Prälaten, Gra⸗ fen und Herren des Reichs auf dieſe heiligen Ge⸗ beine ſchwuren, mit Eifer und Treue nachzukom⸗ men den Beſchluͤſſen des Reichstages, beſonders aber feſt zu halten ob dem errichteten Landfrieden, ſo wie, als ferner nun die Erzbiſchöfe von Mainz, Trier und Kölln die Stufen des Hochaltars hinanſtiegen, das feierliche Hochamt begannen, und in demſelben zur Beſtätigung des geſchwornen Eides den Leib des Gekreuzigten al⸗ len denen ſpendeten, ſo geſchworen hatten, und


