Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1826)
Entstehung
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Hand den Dolch, und Herrmann mußte ſich dieſes wüthenden Feindes zu entledigen ſuchen. Es gelang; denn durch einen pfeifenden Hieb uͤber Martins linke Hand wurde dieſe gelähmt, und er nun ganz wehrlos. Sein Entſchluß war nun zu ſterben, da er als Gefangener ebenfalls den martervollſten, ſchimpflichſten Tod zu erwarten hatte, und auch ſein Sieger ſollte mit ihm zu⸗ gleich in den Tod gehen. Er ſprang deshalb auf Herrmann zu, umfaßte ihn mit dem linken Arme, drängte ihn ganz an den äußerſten Rand, und wollte ſich eben mit ihm von der Mauerzinne herabſtuͤrzen, als Ulrich im entſcheidendſten Au⸗ genblicke dies gewahrte, den Raſenden mit kraͤf⸗ tiger Fauſt packte, und ruͤcklings niederriß. Nun war die Burg erobert; denn die Knechte flohen, als Martin gefallen war, ins Innere, und ſuchten ſich auf's Neue zu vertheidigen. Als aber Herrmann und Ulrich ihnen Guade und Verzeihung zuſicherten, ſtreckten ſie die Vaſfem und gaben ſich gefangen.

Außen vor der Burg tobte der Streit noch im wildeſten Getuͤmmel, und das Schwerd des

Schenken wüthete fuͤrchterlich unter den Raͤn⸗

bern. Auch ſtanden die Erfurter wie Felſen, und B2