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Stille in der Verſammlung, und es ſprach nun⸗ mehr der Kaiſer zu derſelben: „Als Uns die einſtimmige Wahl der Erlauch⸗ ten Fürſten des Reichs auf den Kaiſerthron be⸗ rief, war es Unſer erſtes und eifrigſtes Beſtreben, das durch die unaufhörlichen Fehden und Raube⸗ reien im Innern zerruttete Vaterland wieder zu beruhigen und geſetzliche Ordnung an die Stelle der bisherigen Willeühr treten zu laſſen. Mit mehreren Reichsprovinzen iſt es uns gelungen; nur allein in Thüringen und einigen mit ihm gränzenden Landern herrſcht noch die Willkuͤhr und die Zwietracht, die Geſetzlichkeit und Ordnung verdrängend. Wie kann aber auch ein Land ge⸗ deihen und gute Früchte tragen, wenn ſeine Fuͤr⸗ ſten und Herren unter ſich im ewigen Kriege be⸗ griffen ſind, wenn die Bedruͤckung des Buͤrgers und die Tyrannei des Adels an der Tagesordnung ſind; wenn in dieſem von Gort ſo reich geſegne⸗ ten Lande der Kaufmann nicht ſicher reiſen kann, ohne von den adlichen Räubern angefallen und ge⸗ pluͤndert, oder doch wenigſtens gebrandſchatzt zu werden. Dieſem Unweſen aber ein Ende zu ma⸗ chen, haben Wir dieſe Reichsverſammlung beru⸗ fen; und hoffen S Euch, Herr Land⸗


