— —
die, von jenen getragen, Stromauf⸗ waͤrts glitten, oder auf die Berge, die ihre gruͤnen Häupter ſo freundlich der erquickenden Morgenſonne entgegenſtreck⸗ ten. Aber er bemerkte von allem die⸗ ſem nichts, ſo aufmerkſam er auch hin⸗ ſah. Er war nur mit dem Abentheuer der vergangenen Nacht beſchäftigt und fuͤhlte nur den Schmerz der getauſch⸗
ten Liebe, des betrogenen Glaubens.— O Gott, o Gott! ſprach er ſchmerzlich, an was ſoll ich denn noch glauben, wenn auch dieſer Glaube betrogen wur⸗
de, wenn ſie eine Verbrecherin, eine Betruͤgerin war? Ideal, du freundli⸗
ches, hohes, heiliges Bild, das mein Herz in ſeinen erhabenſten Momenten ſich ſchuf, wenn auch du nur Trug
und Verrath biſt, wo iſt deine Wahr⸗
heit? Was iſt dann Tugend, Liebe, Leben?
Sein Blick ſchweifte finſter uber den Strom weg in die jenſeitigen Gebirge.
Da ſah er den Rolandseck, der ſo ſtill
19


