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Die Familie Hachenburg : Novelle / von H. Stahl
Entstehung
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leiſten. Aber ſie konnten nur jammern⸗ Hortenſtens Wachen und Gebete in der kal⸗ ten Kirche, ihre ſtrengen Faſten, die Gei⸗ ßelungen, denen ſie ſich ohne Mitleid mit ſich ſelbſt unterzogen, und dann die man⸗ nigfachen Gefuͤhle und Leidenſchaften, die, namentlich am heutigen Morgen, ihr Herz beſtuͤrmt, hatten den zarten Keim ihres Le⸗ bens gebrochen. Lange ſchon hatte ihre Bruſt unter heftigen Schmerzen gelitten, die häu⸗ figen Erſchätterungen wieſen dem Blute den langſt geſuchten Weg.

Starrer Schrecken ergriff die Menge; ſtiller Schmerz die Nonnen. Langſam leg⸗ ten ſie die Verblichene auf die Steine des Chors, leiſe trat die Aebtiſſin herzu, und druͤckte das noch im Tode lächelnde Auge zuz dann ſagte ſie mit ſanfter Stimme: Laßt uns beten, daß ſie ruhen möge im Frie⸗ den. Und Alle warfen ſie ſich auf die Kniee und beteten ſtill und inbrünſtig und lange.