—
ſich in einen ſtilen, aber deſto ſchwereren Kummer auf. Ging er dann gar zu der ſelbſt ſo unausſprechlich leidenden Mutter⸗ und ſah in ihre rothgeweinten und ihn doch mit unendlicher Liebe anblickenden Au⸗ gen, und fand Troſtesworte in ihren Ar⸗ men: o, wie hätte er dann ihren Bit⸗ ten widerſtehen können, durch Entfernung und Rache nicht ganz ihr Daſein elend zu machen! — Er blieb. Selbſt den Vater
konnte er bald wieder mit anderen als
widerwärtigen Empfindungen anblicken; fand er doch in der Guͤte, womit ihn dieſer behanelte, Liebe und Reue, und auf je⸗ den Fall einigen Erſatz fuͤr die zugefugte Härte. Still leidend trug er ſeinen ſchwe⸗ ren Schmerz. Riemanden klagte er ihn; ſelbſt mit der Mutter ſprach er nichts von der Geliebten, die ihm noch immer die
unausſprechlich Geliebte war, deren Schwaͤr⸗ merei ihn nur mit Schmerz, aber keinem


