156
zoſen begnügten ſich nicht blos mit preußiſchem Lande; ſie raubten alles Land, das, namentlich im nördlichen Deutſchland, ihnen eben gefiel. Auch die Grafſchaft Werdenburg wurde vom Kaiſer Napoleon für gute Beute erklärt und mit dem Amte Waldenbrück dem neuen Königreiche Weſtfalen zugeſchlagen.
Der Graf Eberhard von Werdenburg war kein re⸗ gierender Graf mehr.
Es war ein Schlag, den der ſtramme kleine Herr nicht verwinden konnte.
Er wanderte noch vor dem Act der Beſitznahme aus, in das ſüdliche Deutſchland, wo die Franzoſen wenigſtens nicht unmittelbar herrſchten. Seine Ge⸗ mahlin und ſeine Tochter Ferdinande mußten ihn be⸗ gleiten.
Nach Jahresfriſt war er geſtorben. Mit dem Regimente von Gottesgnaden war ſein Leben ver⸗ wachſen.
Seine Wittwe kehrte zu ihrem Sohne nach Werden⸗ burg zurück.
Die Comteſſe Ferdinande hatte im Süden einen ältlichen mediatiſirten Fürſten geheirathet.
Der junge Graf Leopold war in der Heimat ge⸗ blieben. Der Kaiſer Napoleon beließ den von ihm depoſſe⸗


