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Und gilt denn hier auf Erden nur die Gewalt? Dann kann es auch über die Könige und Kaiſer kommen, wie jetzt die Grafen an der Reihe ſind.“
Und nun kamen dem guten Grafen die Nachrichten von der Proceſſion in Waldenbrück. Sein Sohn, der Erbgraf, hatte den Simon gemacht!
„Kreuzträger! Ein Schauſpieler für Bauern und Gevatter Schneider und Handſchuhmacher! In einer Maske, die nur die ſchwerſten Sünder, Böſewichter, Verbrecher nehmen! Und nicht einmal als der Herr Feſus! Mein Sohn! Der künftige Landesherr hier! Darf er es noch ſein? Was fange ich mit ihm an? Das geſtrige Urtheil des Familientribunals war lächer⸗ lich. Wie wird ihn eine Heirath beſſern? Eine alte häßliche Lantippe? Sie wird ihn nur in ein wilderes, tolleres Leben, zu Verbrechen treiben. Er muß ge⸗ radezu für unfähig zum Regieren erklärt werden. Ent⸗ ſtehe daraus, was da wolle. Mein Juſtizdirector mag Recht haben, was Staatsrecht und Politik anbetrifft, aber über Staatsrecht und Politik geht die Ehre!“
Die Portiere des Kabinets öffnete ſich.
Der Kammerdiener des Grafen ſtand darin.
„Seine Erlaucht der Erbgraf.“
„Ah! Hereinkommen!“
Der ſtramme regierende Herr nahm ſich ſtrammer


