Teil eines Werkes 
4. Band (1869)
Entstehung
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Mörder geweſen, ſie gehörten jetzt einmal zu der Pro⸗ ceſſion, und die Proceſſion war etwas Heiliges und es durfte nichts darin angetaſtet werden, und waren die Räuber und Mörder nicht auch in einem frommen, heiligen Werke der Buße begriffen?

Der Lieutenant von Marnitz war mit ſeiner Ab⸗ theilung in eine bedenkliche Lage gerathen.

Der Kloſterkirche gegenüber lag, von einer hohen Mauer eingeſchloſſen, der Kloſtergarten. Zwiſchen der Kirche und der Mauer war nur ein ſchmaler, enger Gang. In dieſen Gang führte die Thür der Kirche, durch welche die Proceſſion kam. Er war lang, zog ſich an der ganzen Länge der Kirche vorbei. Es hatten Hunderte von Menſchen darin Platz und Hunderte von Menſchen waren darin. Und dieſe waren die paar Mönche und die beiden Kreuzträger, der Lieutenant von Marnitz mit ſeinen fünfzehn Dragonern und außer⸗ dem jene entſchloſſenen und drohenden Geſichter, denen derbe Fäuſte mit derben Stöcken zu Gebote ſtanden. Sie hatten, ehe ſie in den engen Gang eindrangen, die Schulkinder hinausgelaſſen; die Studenten waren noch in dem Innern der Kirche zurück.

So waren die paar Dragoner von einer gefähr⸗ lichen Menge in dem Gange eingekeilt; ſie konnten die Pferde nicht rückwärts, nicht vorwärts, nicht zur Seite