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in dem großen, prachtvollen Schloſſe, in der alten, ſchauerlichen Burgruine daneben, in dem weiten Parke und den meilenweiten tiefen und einſamen Waldungen umher, auf den Wellen des klaren, ſonnigen Schwalen⸗ ſees und in der Geſellſchaft der ſchönen, ſtillen und treuen Verwalterstochter, der Mutter von Evchen Treue, ein friſcher und freier und doch wieder romantiſcher und ſchwärmeriſcher Sinn in ihnen erwacht und aus⸗ gebildet. Bewußt wollten ſie den Zopf, in dem ſie lebten und den ſie die Kette des Lebens nannten, zer⸗ ſtören, und unbewußt hatten ſie ſich beide in das ſchöne,
treue Evchen verliebt.
Bei dem Grafen Leopold war dieſe Liebe romantiſche Schwärmerei geblieben. Dem Grafen Franz war ſie als echte Liebe für das ganze Leben ins Herz ge⸗ zogen. Zum Bewußtſein war ihnen das, wie geſagt, beiden nicht gekommen. Das Bewußtſein kann erſt ſpäter nachkommen. Oft kommt es zu ſpät.
„Zum Kurfürſten von Köln gehen wir, Franz.“
„Es iſt der Befehl des Vaters und er hat uns auch ſchon dem Kurfürſten angekündigt.“
„Und an ſeinem Hofe herrſcht, wie an keinem an⸗ dern in Deutſchland und außer Frankreich in der Welt, Pracht, Geſchmack, Großmuth, Ritterthum und Ga⸗ lanterie.“


