Teil eines Werkes 
4. Band (1869)
Entstehung
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„Was hat der Onkel?“

Da ſah er die beiden Damen.

Er ging langſamer; ſein Geſichtchen erhielt wieder Farbe. Er war nicht mehr allein, er hatte ſeinen kleinen Muth wieder, vielmehr ſeine große Furcht verloren. Er wagte ſich umzuſehen. Er ſah freilich nichts.

„Was hatteſt Du geſehen, Onkel Kurt?“

„Ein Geſpenſt, Ferdinande, ein leibhaftes Geſpenſt. Es bewegte ſich.“

„Und wie ſah dieſes Geſpenſt aus?“

„Es war groß und weiß und ſchwarz.“

„Und wo war es?“

„Auf dem Spielplatze. Es war ganz allein da, und es wurde mir ſo grauſig.“

„Und was that es?“

„Es ſaß auf der Bank, weißt Du, auf der man den See ſieht, und Seehauſen und die Thürme der Stadt. Ich habe ſie gezimmert, die Bank, ich mit den beiden Erbgrafen. Und da ſaß er und ſchaute nach dem See hin, zuerſt ganz ſtarr und unbeweglich, dann wandte er das Geſicht zur Seite, nach mir hin, und ſie waren es, Ferdinande; ſie waren es, Du kannſt es mir glau⸗ ben, Ferdinande.“

„Wer war es, Onkel Kurt?“ „Nun, ſie, die beiden Erbgrafen, meine Brüder.“