Parks, der das Schloß umgab; ſie befanden ſich zu⸗ nächſt am Schloſſe.
Der Graf Kurt war nicht darin.
„Gehen wir weiter in den Park.“
Sie gingen weiter in den Park.
Die Comteſſe ſchien dringend ihren Oheim ſprechen zu müſſen.
Wo ſollte ſie ihn in dem weitläufigen Parke finden, deſſen Umfang vielleicht über eine Quadratmeile betrug? Sie wußte es.
Nicht weit von der Gartenpartie, nach der Seeſeite hin, befand ſich ein kleiner runder, von hundertjährigen hohen Eichen und von Gebüſch umgeben erheimlicher Ra⸗ ſenplatz. Nur auf einer Seite zeigte das dichte Gebüſch eine Lichtung nach dem See hin, und man ſah durch ſie den See und an deſſen anderem Ufer das Vorwerk
Seehauſen und über dieſes im Hintergrunde den
weißen Pfarrthurm und den grauen Franciscanerthurm der Stadt Waldenbrück hervorragen. Es war der Spielplatz der gräflichen Kinder, vielleicht ſchon ſeit Hunderten von Jahren. Die Comteſſe Ferdinande hatte als Kind dort geſpielt, noch mit ihrem Bruder, dem Erbgrafen Leopold. Vor den Beiden hatten ihre Oheime dort als Knaben ihren Hauptſpielplatz gehabt; ob auch ihre Tante Schleigheim, wußte der Onkel Kurt nicht.


