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Auf Schloß Werdenburg herrſchten Verwirrung und Entzweiung.
Die Gräfin Ferdinande war in der Frühe mit ihren Gäſten eingetroffen. Sie hatte ſie untergebracht.
Wie die Herrſchaft im Schloſſe noch ſchlief, ſo hatte auch die Comteſſe nur dafür Sorge getragen, daß ihre Gäſte die Ruhe fanden, deren ſie alle ſo ſehr bedurften, und ſie hatte ſich ſelbſt zur Ruhe begeben. Das Wei⸗ tere werde ſich dann ſpäter finden, dachte ſie.
Sie hatte eine eigenthümliche Stellung im Schloſſe. Sie war eine Herrin darin für ſich; ſie ging ihren ei⸗
genen Weg; wer etwas von ihr wollte, mußte zu ihr
kommen. Sie wollte von Niemand etwas, oder was Temme, Die Erbgrafen. IV. S 1


