Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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„Und draußen lag eine Leiter.“ „Holt die Leiter herbei, Ihr Halunken.“ Die Knechte holten unweigerlich die Leiter herbei,

ſtellten ſie an dem Heuhaufen auf. Sie reichte bis

ganz oben hinauf. Es war dieſelbe Leiter, auf der die Flüchtlinge hinaufgeſtiegen waren.

Den Flüchtlingen klopften die Herzen hörbar.

„Wären wir verloren?“

Annette umklammerte ihren Gatten⸗

„Hätte ich Dich nur befreit, um Dich in den Tod zu führen?“

Die beiden unglücklichen Gatten hatten noch keine Minute der angſtloſen Freude des Wiederſehens ge⸗ noſſen.

„Ich ſterbe mit Dir, Heinrich!“

„Unſer Kind, Annette!“

Die Leiter ſtand feſt.

„Die Laterne her!“ befahl der erſte Unteroffizier.

Er erſtieg mit der Laterne in der Hand die Leiter.

Der Untevoffizier kam auf der Leiter höher und näher. Sie zählten oben die Stufen, die er erſtieg. Sie

maßen das Wachſen des Lichts an der Decke. Stand

der Träger der Laterne auf der oberſten Stufe der Leiter, ſo fiel der Schein des Lichts auf ſie, die

Temme, Die Erbgrafen. III. 13 „