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Leonidas Stapelmann fuhr zu dem kleinen Straßen⸗ räuber gewendet fort:
„Dann ſtöhne Du auch, aber manierlich, wie ein vornehmer Herr.“
„Soll geſchehen, Herr Stapelmann.“
„Haſt Du ſchon gehört, wie ein vornehmer Herr es macht?“
„Ich werde es ſchon machen, Herr Stapelmann; fein, ſehr fein.“
„Biſt Du des Teufels, Kerl? Grob, grob! Ein vornehmer Herr muß immer grob ſein.“
Er verließ mit dem Gefangenen die Zelle.
Draußen ſchloß er die Thür ab; den Schlüſſel ſteckte er zu ſich.
„Kennen Sie den Weg hier, Herr Gefangener?“ fragte Leonidas Stapelmann ſeinen Schützling.
„Ich durfte nie meine Zelle verlaſſen“, war die Antwort.
„Und wie lange ſitzen Sie hier?“
„Seit etwa einem Jahre.“
„Wo waren Sie früher, Herr Gefangener?“
„In mehreren Feſtungen.“
Der Befragte antwortete es etwas kurz, überdrüſſig Er konnte von ſeinem Begleiter in der Dunkelheit nichts
ſehen, er hatte ihn auch ſeines Wiſſens noch nie in Temme, Die Erbgrafen. III. 11


