Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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„Es iſt entſetzlich“ rief ſie. „Die armen Menſchen! Brechen wir dieſes häßliche Geſpräch ab. Reden wir von etwas Anderem. Sie haben eine Campagne mit⸗ gemacht, Herr Rittmeiſter, erzählen Sie uns davon. Eine Schlacht iſt zwar auch etwas Entſetzliches, aber welcher auf Lebenszeit in die Kaſematten Eingeſperrte möchte nicht ſeine Freiheit mit zehn Schlachten erkaufen können?“

„Das iſt ein großes Wort, meine gnädige Frau!“

„Erzählen Sie.“

Die ſchöne Frau hatte kühn ihren Zweck erreicht; es ſchien wenigſtens ſo. 6.

Der Lieutenant von Marnitz warf noch, von ſeinen Rudern aufſchauend, einen prüfenden Blick auf die Frau von Arenfels; dann ſchien er beruhigt zu ſein. In dem Sternenlichte war ihm ihr Auge be⸗ gegnet; es hatte ſo klar und treu ſich in das ſeinige geſenkt.

„Es war nichts“ ſagten ſeine Mienen dann.

Es hatten doch Zweifel und Bedenken in ihm wach werden wollen, als die Wagen vom Schloß Werden⸗ burg auf der Schwalenburg angekommen waren. Zuerſt hatte der kleine ſchwachſinnige Graf Kurt den Erb⸗ grafen ſo geheimnißvoll auf die Seite genommen, dann waren zwei Damen angelangt, die ſofort ängſtlich und