80 „Allerdings, Erlaucht. Er iſt es für uns wie für
die armen Teufel, die in ſeinen Kaſematten liegen. Wir haben vor ihnen nur eins voraus: ihr Zuchthaus
iſt dort, bis ihnen der liebe Gott, das unſerige, bis der König uns den Abſchied gibt.“
„Haben Sie denn wirklich Gefangene da oben zu bewachen?“ fragte der Erbgraf.
„Zum Teufel ja!“ ſtürzte der Rittmeiſter zornig ſein Glas herunter. „Es iſt eine Schande für einen braven Soldaten, Zuchthauswärter zu ſein!“
„Wir haben ſo doch etwas zu thun“, bemerkte der Herr von Marnitz⸗
„Etwas, Marnitz? Müſſen wir nicht exerciren und
dreſſiren? Menſchen wie Thiere?“ „Nun, nun, man kann es aushalten, gar reſpectabel
fett dabei werden.“ „Um dann ſeinen Abſchied zu bekommen“ brummte
der Rittmeiſter.
„Alſo auch 3 zu werden, Rittmeiſter!“
„Hol's der —
„Ich war noch nie in einer Kaſematte“, die Frau von Arenfels hin. „Es muß recht ſchaurig darin ſein.“
Mitunter auch ſehr gemüthlich, meine gnädige Frau“ ſagte der lange Lieutenant.
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