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iſt eine reizend ſchöne Frau, die Frau von Arenfels, und ich kann Dir nicht verdenken — Und wenn ich daran denke, an —“
„An was denkſt Du?“
„Du wirſt es erfahren, Leopold, früh genug, und die ſchöne Frau hier —“
Er brach immer wieder ab.
Der Graf ſollte dennoch früh genug erfahren, was der Schwachſinnige ihm mitzutheilen hatte.
Wieder fuhr ein Wagen in den Schloßhof, hielt an dem großen Portale.
„Ah, da iſt ſie ſchon!“ rief vergnügt der Graf Kurt. „Aber wer? Aber wer?“ ſetzte er ſelber neugierig hinzu.
Der Erbgraf vernahm eine Stimme, die draußen am Portale ſprach.
„Die Tante Schleigheim!“ rief er.
„Wahrhaftig, die Schweſter Schleigheim!“ ſagte der Kleine. „Alſo ſie iſt die erſte.“
„Was ſprichſt Du, Onkel? Kommt noch Jemand?“
In demſelben Augenblick wurde draußen eine zweite Stimme laut, und der Erbgraf erkannte die ſeiner Schweſter Ferdinande.
„Wie kommen die Beiden zuſammen, die einander zum Tode haſſen?“ fragte ſich der Erbgraf.
Temme, Die Erbgrafen. III. 3


