Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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der Armee, beſonders über die ſchlechte Behandlung der armen Soldaten die Augen öffnen zu wollen. Seine Frau aber, die arme Annette, iſt mit ihrem Kinde bei mir, um mit meiner Hülfe ihren Mann aus der ſchmachvollen Gefangenſchaft zu befreien. Er befindet ſich dort oben in den Kellern des Sparrenbergs, und in der heutigen Nacht ſoll das Werk der Befreiung gewagt werden, und das Herz will ihr zerſpringen vor Angſt, und Du ſollſt ihre Stütze in der Angſt ſein. Du willſt, Evchen?“ „Von Herzen gern“, ſagte Evochen. „Sie verdient es, Evchen. Sie bringt das ſchwerſte or, das eine Frau bringen kann. Sie gibt ihren „ Ruf preis, um ihren Mann zu befreien. Nur durch die Offiziere der Feſtung kann ſie ihr Ziel er⸗ reichen, und durch ſie nur dadurch, daß ſie auch von ihnen für eine zweideutige Abenteurerin gehalten wird. Sie erträgt es, aber es iſt ihr eine Laſt, die ſie länger nicht mehr würde tragen können.“

Ueber das Geſicht des Erbgrafen flog dann ein bitteres Lächeln.

„Meine Tante Schleigheim iſt meine eifrigſte Ver⸗ folgerin, wird heute meine ſtrengſte Richterin ſein, und hauptſächlich um meines Verhältniſſes zu der Aben⸗ teurerin auf der Schwalenburg willen. Ich bin be⸗