Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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noch beſtehen ſie mit ihrer ganzen gebieteriſchen Macht, der Du Dich nicht entziehen darfſt. Ein bevorzugtes Gottesgnadenthum einzelner Menſchen oder Familien willſt Du nicht anerkennen; ich glaube, Du haſt Recht darin. Aber der Platz, den jeder Menſch in dieſer Welt einnimmt, iſt ihm von Gott angewieſen, und ſeine Pflicht iſt, ihn auszufüllen, ſoviel und ſo gut er kann, und eine Pflichtvergeſſenheit iſt es, ihn feig zu verlaſſen; auch die Furcht vor Opfern iſt Feigheit. Bleibe auch Du auf Deinem Platze, mein theurer Leo⸗ pold, auf dem Platze, den Du an meiner Seite, wie die Zuſtände nun einmal noch beſtehen, nicht feſthalten und bewahren kannſt. Sei muthig und ſtark, mein Leopold, und — das ſei unſer letztes Wort über dieſe Sache. Gib mir Deine Hand darauf.“

„Nein, nein“, rief der junge Graf. „Ich muß Dich widerlegen, Eychen.“

Sie blieb ruhig.

„Du würdeſt mich vielleicht überreden können, Leo⸗ pold, aber immer würdeſt Du mir wehe thun.“

„Immer?“

„Heute wenigſtens“, gab ſie ſeinem Drängen nach oder wollte ſie dieſem ſich entziehen.

Er hatte jedenfalls in den Worten eine Hoffnung.

Er ſchwieg. 3