Herzen des armen Kindes zurückgelaſſen. Sie war zu Wagen von Seehauſen gekommen. Sie konnte nicht gleich zurückfahren, ſie mußte ſich
vorher ſammeln. Sie ging in den Schloßpark, der
um dieſe Zeit leer war. Sie ſuchte ein ſtilles, ein⸗ ſames Bosquet auf, um ſich auszuweinen.
Die Augen waren ihr noch naß genug, als der Erbgraf Leopold vor ihr ſtand.
„Endlich finde ich Dich, Eochen. Ich ſah Deinen Wagen noch, ſuchte Dich — aber was iſt Dir, mein Kind?“
Ihre Thränen meinte er wohl nicht mit der Frage, jedenfalls weniger als ihr Erſchrecken, die Angſt, mit der ſie ihn anſah, mit der ſie ſich umſah.
„Du erſchrickſt vor mir, Eochen? Du fürchteſt Dich vor mir?“
„Nein, nein, Graf Leopold.“
„Du hätteſt nicht deutlicher ja ſagen können, Kind. Wie mögen ſie mit Dir umgegangen ſein! Was haben ſie Dir gethan? Sprich!“
„Nichts, Graf Leopold! Sie waren ja ſo gütig gegen mich!“
„Wer?“ „Die regierende Frau Gräſfin und die Comteſſe.“
Das Alles hatte einen ſchmerzenden Stachel in dem
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