Teil eines Werkes 
2. Band (1869)
Entstehung
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Champagnerpfropfen, wird angeſtoßen, getrunken, ein⸗ mal, zweimal, dreimal; es entſteht an dem geöffneten Thore eine Verwirrung, ein kleiner Tumult; die ſchöne 8 Frau umarmt zärtlich den Grafen Hochwald, der die Runde hat. Unterdeß biſt Du, alter Peter Knauſt, mit dem Gefangenen da, den Du, anſtatt in die Jacke des Vogelhändlers, jetzt in die Mönchskutte geſteckt haſt. Der Menſch iſt von ſeinem Bauchgrimmen geheilt und muß morgen, am Charfreitag, bei Zeiten wieder im Kloſter ſein. In der Verwirrung, in dem Tumult achtet Keiner auf ihn. Während die Offiziere durch das Thor in die Feſtung gehen, ſpaziert er hinaus, und die ſchöne Frau und der Graf nehmen ihn in Empfang. War nicht ſo unſer Plan verabredet?“

Der alte Schließer hatte zugehört, ohne ſeine finſtere Miene zu verändern.

„Du haſt mich vergeſſen, Joachim Stapelmann“, ſagte er.

„Leonidas!“ rief der Großprahler.

„Narr!“ war die einfache Erwiderung des Schließers.

„Ah“, ſagte Leonidas Stapelmann, „Du willſt mit dem Gefangenen auch Dich befreien. Ich kann es Dir nicht verdenken. Du gibſt hier zwar eine gute und bequeme Verſorgung auf, aber Du biſt immerhin ein Gefangener wie Deine Gefangenen, die Du verſchließeſt,