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„Mein Weg führt mich hier links“, ſagte der Ritter zu dem Pater Vitalis. „Wir ſehen uns morgen in Ihrem Kloſter wieder.“
„Morgen“, meinte der Pater, „werde ich wohl dar⸗ auf verzichten müſſen. Sollte ich auch nicht das Kreuz tragen müſſen, die Proceſſion wird mich doch den gan⸗ zen Tag in Anſpruch nehmen.“
„Wer weiß, vielleicht dennoch“, erwiderte der Ritter.
Dann hatte er noch eine Frage.
„Wie ging es Ihrem Pater Guardian heute?“
„Ich ſah ihn heute früh nicht mehr“ war die Ant⸗ wort des Paters. „Geſtern Abend fühlte er ſich wie⸗ der wohl. Es ſchien nur eine eigenthümliche Verände⸗ rung mit ihm vorgegangen zu ſein. Er kam mir — ich habe keinen andern Vergleich — wie verklärt vor, als wenn er irgend eine erhebende Erſcheinung gehabt habe. Anfangs beunruhigte es mich. Kurz vor dem Hinübergehen in den himmliſchen Glanz des Jenſeits treten an den Menſchen wunderbar klare Gedanken und glänzende Bilder heran. Ich mußte daran denken. Aber er blieb ſo klar, ruhig und heiter, und man ſah, wie die Kräfte des Körpers unter der neuen Friſche des Geiſtes erſtarkten. Es iſt ſeit geſtern jedenfalls eine plötzliche Veränderung zum Beſſern mit ihm vor⸗ gegangen.“


