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der ſie ſpäter verhinderte, zu den erſten Fürſten des deutſchen Reichs zu gehören. Im ſechzehnten Jahr⸗ hundert hatten ſie, einem Zuge im damaligen Leben der deutſchen Fürſtengeſchlechter folgend, ihre Beſitzungen derart getheilt, daß aus der großen Grafſchaft Wer⸗ denburg drei Grafſchaften wurden, die jede einer be⸗ ſondern Linie des gräflichen Hauſes zu beſonderer Succeſſion gehörte. So entſtanden die drei erbverbrü⸗ derten Familien der Grafen von Werdenburg⸗Werden⸗ burg, Werdenburg⸗Hauenſtein und Werdenburg⸗Haſſen⸗ furt. Die Grafen von Werdenburg⸗Werdenburg be⸗ hielten, als die älteſte Linie, das Schloß und den äl⸗ teſten und größern Theil der Grafſchaft Werdenburg; durch den Erbverbrüderungsvertrag wurde ihnen auch ausdrücklich der Ehrenvorzug vor den beiden andern Linien eingeräumt.
Von den Grafen von Werdenburg⸗Werdenburg er⸗ zählen wir hier.
Die unmittelbare Reichsgrafſchaft Werdenburg lag in einer der fruchtbarſten Gegenden Niederſachſens. Sie hatte einen Flächenraum von fünfzehn Quadrat⸗ meilen mit mehr als vierzigtauſend Einwohnern. Zu dem Flächenraum rechnen wir nicht den Schwalenſee, von dem wir ſchon geſprochen haben. Die Grafen von Werdenburg hatten vor Zeiten auch ihn als ihr Eigen⸗


