Teil eines Werkes 
2. Band (1869)
Entstehung
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Schlimmes denken. In der Geſchichte von den beiden Erbgrafen ſoll Deine ſelige Mutter vorkommen.“

„Meine Mutter?“ rief Evchen.

„Ja. Und darum wollte meine Mutter ſie mir nicht erzählen, und darum ſprechen überhaupt die Leute hier nicht darüber.“

„Meine Mutter?“ grübelte Eychen. „Meine arme Mutter, die ſo ſchneeweiß dalag, wie die Kiſſen ihres Bettes waren!“

Der Nachen legte wieder in der kleinen Bucht von Seehauſen an.

Eychen's Onkel war ſchon zu Hauſe.

„Albrecht iſt in Sicherheit“, kam er dem Mädchen ent⸗ gegen.

Eochen mußte nur an ihre Mutter denken, an die beiden verſchwundenen Erbgrafen, an den Erbgrafen Leo⸗ pold, an den Fluch der armen Tagelöhnersfrau, der noch nicht gelöſt war.

Wie ſie in den Gedanken an ihrem Fenſter ſtand, ging der Mond auf, der in ſeinem letzten Viertel ſtand.

„Willſt du mir Licht in die Verwirrung dieſes armen Herzens bringen?“ ſagte Evchen. „Aber du biſt ja nur der

Mond, und gar in deinem abnehmenden Lichte. Doch Du

gehſt ja wieder auf, wie die Sonne.“

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