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„Ja!“ ſagte das Kind feſt.
„Und er darf noch zu Ihnen kommen?“
Evchen wurde dunkelroth. Die Frage enthielt eine Verletzung für den Grafen, oder für ſie, oder für ſie beide.
Aber der Ritter ſah ſie mit ſo vielem Wohlwollen, ſo vieler Liebe an.
„Ja!“ ſagte ſie noch einmal, und völlig ſo feſt wie eben und faſt triumphirend dazu.
Dem Ritter ſchien es leichter auf dem Herzen zu werden; allen Druck hatte das Ja des Mädchens nicht von ihm genommen.
„Mein Kind“ ſagte er, „ich fühle in mir die Pflicht,
offen mit Ihnen zu ſprechen. Warum? Ich hoffe
Sie werden es ſpäter erfahren. Schenken Sie mir jetzt das Vertrauen, daß ich nur Ihr Wohl will. Der Erb⸗ graf von Werdenburg hat, ſo viel erfuhr ich in den we⸗ nigen Stunden meines Aufenthalts in dieſer Gegend, keinen guten Ruf. Ich ſelbſt glaubte Einiges zu ſehen, was mir das nachtheilige Gerede der Menſchen über ihn zu beſtätigen ſchien. Sie bürgen mir für ihn. Ich mußte ſchon einmal Ihre Verſtändigkeit, Ihre Einſicht anerkennen, ich vertraue Ihnen auch hier. Der junge Graf iſt nur leichtſinnig, nicht ſchlecht. Vor Ihnen
wird auch ſein Leichtſinn zurückweichen. Dennoch, mein


