Teil eines Werkes 
3. Band (1867)
Entstehung
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jetzt Demagogie und Anarchie und will um ſo mehr zum Schutze des Throns und der Ariſtokratie die Ar⸗ mee heben und erhöhen. Der König will nur das Beſte, und es kommt für jede der beiden Parteien darauf an, ihn für ſich zu gewinnen. Der König iſt mißtrauiſch; ich denke mir, alle Könige ſind es; denn kein Menſch wird mehr betrogen als ein König. Er lebt dabei ſehr eingezogen und zurückhaltend, ſchon ſeit dem Tode der Königin, die er über Alles liebte. So erfährt er nicht, was im Lande geſchieht, und es iſt namentlich leicht, ihn mit Schreckbildern zu umgeben, und die führt man ihm nun in der Geſtalt von demagogiſchen Umtrieben zu. Du haſt das Wort noch nicht gehört, Onkel Florens?“

„Nein.“

„Es iſt allerdings neu, und ich glaube, der Herr von Schilden und Fräulein Hedwig von Taubenheim haben es erfunden, damit ſie Mann und Frau werden können —“

Der Domherr unterbrach die Erzählerin.

„Einen Augenblick, Gisbertine! Du nannteſt ſchon zweimal den Namen Schilden.“

„Und er fällt Dir auf? Du ſahſt in Göttingen bei Gisbert einen Regierungsrath Mahlberg —“

„Alle Wetter! Alle —“ rief der Domherr. „Und der Schilden will die Tochter des Generals von Tauben⸗ heim heirathen?“