mir gekommen, Dein Erſtes wäre geweſen: Onkel Florens, Du haſt noch Platz auf Deinem Sopha da, und nun laß mir einen Kaffee machen. Was iſt es denn jetzt mit Dir? Hat ſie es Dir endlich angethan, die Gisbertine? Oder was iſt es ſonſt?“
„Du wollteſt von Ovelgönne ſprechen, Onkel Florens“, ſagte der junge Freiherr.
„Ich? Ich habe Dir von dort gar nichts zu ſagen. Ich habe nur Vermuthungen, und ich fahre heute Nach⸗ mittag hin. Da kannſt Du mitfahren. Unterdeß er⸗ zähle mir.“
„Wovon?“
„Von Göttingen, von Gisbertinen.“
„Sie konnte es bei mir nicht mehr aushalten.“ „Hm, Du nannteſt ſie ja Deinen Engel.“ „Sie war es eine Zeit lang.“— „Und ſie ſchwur, es Dir immer zu ſein.“ „Ja, und ihr Schwur war ihr Unglück.“ „Ich hatte es gedacht. Aber erzähle.“ „Es ſtecken zwei Naturen in ihr, Onkel.“ „Mein Freund, die ſtecken in jedem Menſchen, nud eine bekämpft ſtets die andere.“ „So iſt es mit Gisbertinen. Ihr Herz iſt heute weich wie Wachs und morgen wild wie der Sturm, der durch die Haide fährt.“
di
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