Teil eines Werkes 
1. Band (1873)
Entstehung
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„ Pie gnädige Frau iſt vergiftet. Das Fräulein,

die Gouvernante iſt die Giftmiſcherin, die Mörderin.“

„Das Fräulein —?“

„Sie ſoll es ſein. Nein, nein, ſie iſt es. Sie kann es ja nur ſein. Nur ſie allein war um die Kranke. Sie hat ſie gepflegt und ihr die Arzneien gereicht, den Thee, den Zucker, die Suppen —“

„Aber warum? Warum hat die Unglückliche Mörderin werden können?“

Er zuckte die Achſeln. „Ich weiß nichts, gar nichts.“ Er wollte nichts mehr wiſſen.

„Hat ſie ein Bekenntniß abgelegt?“ fragte ich ihn noch.

„Ich weiß es nicht.“

Ich fragte ihn nicht weiter. Ich blieb noch zwei Tage im Schloſſe und ſah nur den alten Friedrich, der mir aber nichts mehr erzählte und den ich auch nichts mehr fragte.

Am dritten Tage konnte ich es nicht mehr aus⸗ halten. Ich fürchtete in der Einſamkeit wahnſinnig zu werden. Ich mußte fort, auf die Gefahr hin, er⸗ ſchoſſen zu werden. An meinem Leben war mir nichts mehr gelegen. Ich wurde gefangen; ſchon nach