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ſie über Kopfſchmerzen, Druck im Magen. In der Nacht war ihr wohler geworden. Am Morgen hatten die Schmerzen wieder zugenommen. Die Mittel der Hausapotheke milderten, und heute früh fühlte ſie ſich völlig wohl. So blieb es bis zum Abend. Nur war ſie ſehr ermattet. Gegen Abend trat auf einmal, ganz plötzlich, heftiges, von Viertelſtunde zu Viertel⸗ ſtunde ſich ſteigerndes Kopfweh ein, eine furchtbare Beängſtigung geſellte ſich hinzu. Ich hatte ſchon in der erſten Viertelſtunde zu dem Arzte geſandt. Drei Viertelſtunden ſpäter war ſie todt. Eine Stunde, nein, eine halbe Stunde vorher hatte ich noch nicht an eine Möglichkeit des Todes gedacht; fünf Minuten vorher hatte ich den Gedanken daran wie Wahnſinn von mir zurückgewieſen. Ermiß meinen Schmerz. Er iſt um ſo größer, da ich ihn allein tragen muß. Unſer einziges Kind, kaum ein Jahr alt, verſteht ihn noch nicht.“
Er ſchloß. Ich hatte ihm mit der geſpannteſten Aufmerkſamkeit zugehört, aber ich geſtehe es, auch
mit Mißtrauen, und ich weiß ſelbſt nicht, woher es
mir kam, auf jedes ſeiner Worte, auf jede ſeiner Mienen, auf jede ſeiner Bewegungen geachtet. Er


