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Und ſchon am Morgen des zweiten Reiſetages theilte die Baronin ihrem Manne eine Entdeckung mit:
„Sie trägt ihr Geld an ihrem Körper, in das Korſet eingenäht.“
„Dann iſt es eine große Summe!“ war der
erſte Schluß des Barons.
Sein zweiter war: „Sie wird es mit ihrem Leben vertheidigen!“
Eigentlich waren es nur die Prämiſſen ſeines Schlußſatzes:
„So muß ſie ihr Leben dafür laſſen!“
Und nun machten die Gatten ihre Mordplane.
Schon am erſten Tage hatte Karoline Wild gegen die Baronin den Wunſch ausgeſprochen, in den fremden Nachtquartieren nicht zu weit von ihr ge⸗ trennt zu werden. Sie hatte ja, wie geſagt, nicht das mindeſte Mißtrauen gegen ihre Reiſegefährten. So ließen ſie ſich für die Nacht zwei Zimmer an⸗ weiſen, die durch eine Thür mit einander verbunden waren; in dem einem ſchlief der Baron mit ſeiner Frau, in dem anderen das Fräulein. Die Ver⸗ bindungsthür wurde nur in das Schloß gelegt, ſo


