Teil eines Werkes 
3. Band (1873)
Entstehung
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darum durfte ich nicht weiter in ſie dringen. Jede fernere Frage konnte nun direkt auf ihre oder ihres Mannes Schuld gerichtet ſein. Zu einem Zeugniſſe darüber durfte ich ſie nicht zwingen. Den Beweis dafür mußte ich auf anderem Wege ſuchen: durch nochmalige Vernehmung des alten Baumann, wie leid auch der Mann mir that, durch Befragung der Magd, die früher im Hauſe gedient hatte, durch Er⸗ hebung von Momenten, die ſo weiter an die Hand gegeben würden.

„Madame,“ ſagte ich, „ich verzichte auf fernere Fragen an Sie. Ich habe nur ein Bedauern, daß ich ein ſchweres, inneres Leiden Ihnen nicht abneh⸗ men kann. Doch eine Bitte habe ich noch. Sollte einmal dieſer Druck, der auf Ihnen laſtet, zu ſchwer für Sie werden — die Stunde kann kommen mit der ganzen, zwingenden, in ſolchem Augenblicke furcht⸗ bar zwingenden Gewalt der Wahrheit und des Rechts, dann werden Sie in mir zwar den Richter, aber auch den Freund finden, der, ſo viel es in ſeinen Kräften ſteht, Sie tröſten und aufrichten wird.“

Sie war zuſammengebrochen und weinte laut.

Ihr Geſicht hatte ſie mit beiden Händen bedeckt. Sie