Teil eines Werkes 
3. Band (1873)
Entstehung
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Das Forſthaus lag einſam im Walde.

Der nächſte bewohnte Ort war das eine ſtarke halbe Meile entfernte große Kirchdorf Holzhauſen.

Holzhauſen war der geſellige Vereinigungspunkt für die rund umher wohnenden Honoratioren, für Gutsbeſitzer, Kaufleute, Pfarrer, Beamte. Auch der Förſter Hartmann gehörte dazu.

Seine Tochter Marianne war eine Zierde des ländlichen Geſellſchaftskreiſes. Mit ihrer Jugend und Schönheit verband ſie Anmuth des Herzens und Bil⸗ dung des Geiſtes. Der Pfarrer in Holzhauſen hatte ſie unterrichtet. Später war ſie noch ein Jahr in der Hauptſtadt der Provinz in einer Penſion geweſen.

Der Forſteleve Felſener wurde von dem Förſter in die Geſellſchaften zu Holzhauſen mitgenommen. Der ſchöne, gewandte, einer der angeſehenſten Be⸗ amtenfamilien der Provinz angehörende junge Mann, der, zugleich vermögend, ſchon jetzt unabhängig war und als Beamter eine bedeutende Laufbahn vor ſich hatte, war dort gern geſehen. Eben ſo gern ging er hin. Freilich nur, wenn auch Marianne, die Tochter des Förſters, da war. Ohne ſie ſah man ihn nicht in Holzhauſen; mit ihr war er immer da.