Teil eines Werkes 
3. Band (1873)
Entstehung
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Er hatte Recht. Wie oft erhebt in der Todes⸗ ſtunde, noch in dieſem Leben, der Geiſt des Menſchen ſich zu einer wunderbaren Klarheit, als wenn er von den Feſſeln des Leibes ſchon jetzt erlöst wäre! Er ſieht Helle und Wahrheit, wo ihm früher nur Dunkel und Täuſchung war.

„Den Ermordeten ſah ich,“ fuhr er matt und langſam fort, „und mein Gewehr — und den Mör⸗ der — und — aber es war nicht der Alte — und auch ſie ſah ich, — ja ſie, die —“

Seine Stimme war leiſer, ſchwächer geworden, zuletzt unverſtändlich. Dann verſagte ſie ihm ganz. Sein Auge brach. Er röchelte noch einmal tief auf und war todt.

„Iſt da ein Mörder geſtorben?“ fragte mich der Geiſtliche.

„Nein,“ mußte ich antworten.

„So werden meine Gebete für ſeine arme Seele um ſo eher Erhörung finden.“

Er drückte dem Todten die Augen zu und ver⸗ harrte im Gebete bei ihm.